Berlin Aspire on the Verge of Bankruptcy? Berlin Aspire fast pleite?

Von Eigentümern im Haus ist schon seit Wochen zu hören, dass Berlin Aspire/BEARM ihre Kosten im Haus nicht tragen wollen oder können und Schulden aufgehäuft haben. Offenbar nicht nur hier. In dem Berlin-Aspire-Haus Emser Straße 102 hat die GASAG wegen Zahlungsausfall mit Einstellung der Gaslieferungen gedroht, wie ein Bericht in Kiez und Kneipe darstellt. Dort ist von Veruntreuung die Rede.
Gehört das in die Kategorie „Schikane“? Oder haben die schon alle Notgroschen aufgebraucht und sind tatsächlich blank?


1 Antwort auf „Berlin Aspire on the Verge of Bankruptcy? Berlin Aspire fast pleite?“


  1. 1 Hans Dampf 22. Januar 2016 um 18:59 Uhr

    Ein weiteres Anzeichen dafür, dass Aspire die Kohle ausgehen könnte, ist deren Umgang mit den Kautionen, die die Mieter bei den vorherigen Hausbesitzern bzw. deren Verwaltungen eingezahlt haben.

    Etliche Monate nach dem Verkauf unseres Hauses bekamen alle Mieter ein Schreiben, in dem stand, dass die vorhergehende Hausverwaltung ihnen, also der BEAMR, keinerlei Informationen über etwaige, einbezahlte Kautionen übergeben habe. Ob die Verwaltung ihnen auch Geld, welches als Kautionen deklariert wurde, überwiesen habe, wurde nicht erwähnt.

    Die Miter wurden „gebeten“, doch bitteschön nachzuweisen, dass sie Kautionen bezahlt hätten und wann und wie jeweils.

    Für mich ein mieser Trick, mit dem man Mieter, die ihre Kautionen möglicherweise schon vor etlichen Jahren bezahlt haben, und die etwaige Kontoauszüge oder Quittungen mit den Jahren verloren haben, einfach um ihre einbezahlten Kautionen „beklaut“ werden, indem Aspire dann einfach sagt: „Wenn Sie die Zahlung einer Kaution nicht nachweisen können, müssen wir leider davon ausgehen, dass sie keine Kaution hinterlegt haben.“

    Rechtslage ist aber die:
    Der neue Besitzer haftet in vollem Umfang für auch beim Vorbesitzer eingezahlte Kautionen. Es ist seine Aufgabe, diese beim Vorbesitzer vollständig einzutreiben und unverzüglich erneut gemäß den betreffenden Bestimmungen im § 553 Abs. 3 BGB getrennt vom Betriebsvermögen anzulegen und den Mieter darüber zu informieren.

    Laut Urteil des Bundesgerichtshofes vom 23.09.2009 (VIII ZR 336/08) steht dem Mieter, dessen Vermieter seiner Auskunftsplicht über die, gemäß den Vorgaben des § 551 Abs. 3 BGB ordnungsgemäße Anlage der vom Mieter geleisteten Mietkaution auch nach mehrmaliger Aufforderung nicht nachkommt, ein Zurückbehaltungsrecht an der laufen
    den Miete bis zur Höhe der geleisteten Kaution und bis zur ordnungsmäßen Auskunftserteilung durch den Vermieter zu.

    Ich kann nur alle Mieter, die seit der Übernahme ihres Hauses durch die Aspire noch keine entsprechenden Nachweis vom neuen Vermieter/Verwalter erhalten haben, dringenst empfehlen, diese Nachweise möglichst unverzüglich einzufordern und ebenfalls mit der Zurückbehaltung der Miete zu drohen.

    Außerdem obliegt dem Vermieter bezüglich der Kaution eine sog. Vermögensbetreuungspflicht, deren Missachtung u.U. den Straftatbestand der Untreue gem. § 266 StGB erfüllt.

    Also Leute. Fordert Auskunft. Bombardiert sie mit Schreiben. Macht Ihnen Arbeit bis zum Kotzen. Nur so wird diesne Haien irgendwann der Spaß an diesem Gewerbe vergehen, wenn ihre Verkaufsgewinne diese Kosten und diese Mehraufwände durch wehrhafte Mieter nicht mehr abdecken… und das Geschäft so uninteressanter wird.

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