Ferienwohnung nicht hinnehmen! Zweckentfremdung melden!

Die Schonfrist ist vorbei. Die Zweckentfremdungsverordnung für Wohnraum in Berlin gilt auch für Altfälle. Aber es halten sich nicht alle daran.
Der Senat bietet die Möglichkeit, Ferienwohnung und spekulativen Leerstand online zu melden. Das kann man mit diesem Formular auch anonym machen.
Weniger Ferienwohnungen und weniger Leerstand heißt mehr Wohnungen zum normalen Wohnen und nicht so viel Preisdruck bei Mieten.
Wir meinen: kein unnötiges Mitleid mit Mietspekulanten.

Verfahren gegen Berlin Aspire

Wegen Zweckentfremdung als Ferienwohnungen und wegen umfangreicher Leerstände im Berlin-Aspire-Haus Huttenstr. 71 hat das Bezirksamt Mitte Verfahren eingeleitet. Dies war auch Gegenstand einer Anfrage eines Abgeordneten. Hier die Antwort.

Bildungsfernsehen Lindenstraße

Das Haus wird verkauft und es sollen teure Eigentumswohnungen entstehen. Die Mieter sollen gegen eine Abfindung rausgeschwatzt werden. Ihre Schwächen werden ausgenutzt: „Ich vertraue darauf, dass sie sich hoffnungslos zerstreiten werden, und das wird mir dann am Ende nutzen.“
Aber die Mieter wehren sich und treffen sich zur Mieterversammlung, denn Mutter Beimer weiß: „So verlockend das klingt, am Ende sind wir doch die Gelackmeierten!“
Das Ärgerliche ist, dass Lindenstraße alltägliche Themen aufgegriffen werden. Diese Folge dokumentiert, wie sehr das Entmietungsunwesen um sich greift.
Die Folge ist jetzt für kurze Zeit online, und es kommt einem wie ein Déjà-vu mit unseren alten Freundinnen von pro soluta vor.
http://www.lindenstrasse.de/Folgenvideos_Extern/1555.html

Vorkaufsrecht? Nichts unterschreiben!

Aus verschiedenen Aspire-Häusern ist jetzt zu hören, dass die Mieter*innen direkt angeschrieben werden, sie könnten ja mal in Verhandlungen über einen Kauf der Wohnung treten. Und im Text taucht dann auch das Wort „Vorkaufsrecht“ auf. Aber das ist was anderes!
Vorkaufsrecht gibt es erst, wenn mit jemand anders ein Kaufvertrag geschlossen wurde. Das muss den Mieter*innen mit allen Details mitgeteilt werden. Und dann haben sie unter bestimmten Bedingungen ein Recht darauf, anstelle des anderen Käufers zu ganz genau denselben Bedingungen selber die Wohnung zu kaufen. Pech für den ursprünglichen Käufer.
Der Preis ist normalerweise niedriger, als wenn man als Mieter selber verhandelt. Deshalb sind die jetzt auch darauf gekommen, den Mieter*innen Verhandlungen anzubieten. Nur: mit Vorkaufsrecht hat das noch gar nichts zu tun. Wieder einmal: Berlin Aspire versucht Mieter*innen zu verarschen!
Natürlich kann kaum eine*r von den Altmieter*innen sich die Wohnung leisten – so oder so. Aber trotzdem auf keinen Fall vorzeitig aufs Vorkaufsrecht verzichten – vielleicht kommt ja doch die große Erbschaft oder der Lottogewinn während der zwei Monate Bedenkzeit. Und: jede Verzögerung verlängert die Schutzfrist für Bestandsmieter*innen!
Wir meinen: neue Verarsche, Berlin-Aspire-typisches Muster.

BEARM jetzt ohne Frank Emuth

Im letzten Jahr war Frank Emuth noch ein hoffnungsvoller Geschäftsführer mit Beteiligung an einem aufstrebenden Immobilienverwaltungsunternehmen – und jetzt ist er ganz raus. Nachdem er schon im März als Geschäftsführer abgelöst wurde, hat er auch seit Ende Mai keine Anteile mehr an BEARM. Jetzt gehört das zu 100 % Berlin Aspire. Frankieboy, das war ein kurzer Ausflug in die große weite Welt des internationalen Immobilienhaiwesens. Gefressen worden?
Wir meinen: Für uns Mieter*innen ist das kein Unterschied. Namen sind austauschbar. Zeit, die Miethaie zu Fischstäbchen zu verarbeiten.